Hardware-Abrüstung

Momentan haben wir vier Computer in der Wohnung: Einen Arbeits- und Spiele-PC, einen HTPC (Home Theater PC) am Fernseher, ein Notebook und einen Home Server, auf dem zentral alle Daten liegen. Außerdem dienst der Home Server als Streaming-Server für Musik. Alle Computer sind darauf ausgelegt, möglichst sparsam im Verbrauch zu sein. So weit, so gut. Aber eigentlich überflüssig.

Der Arbeitsrechner (ich werde ihn im folgenden als PC bezeichnen) wird inzwischen nur noch selten benutzt. Meist zum Spielen, da er als einziger eine Grafikkarte verbaut hat. Alle anderen Computer arbeiten nur mit der IGP der jeweiligen CPU. Zum Arbeiten wird er selbstverständlich auch noch benutzt, da würde allerdings eigentlich auch das Notebook (ein Surface Pro 2 ) voll und ganz ausreichen; wenn man Monitor, Tastatur und Maus anschließt. Das ist auf dem kleinen 10-Zoll-Display auf Dauer eher anstrengend.

Der Server wurde angeschafft, als noch alle Rechner eine deutlich höhere Leistungsaufnahme hatten. Da war es sinniger, einen besonders sparsamen Server im Netzwerk zu haben, anstatt dafür einen der anderen (PC oder HTPC) zu verwenden. Der Server läuft nur, wenn auch ein anderer Computer im Netzwerk aktiv ist, oder wenn über das Internet darauf zugegriffen wird (wird über LightsOut gesteuert). Inzwischen ist aber auch der HTPC so sparsam geworden. Der Verbrauch des Servers liegt im Schnitt bei etwa 18-20 Watt.

Der HTPC ist TV-Tuner, Videorekorder, Video-Player, DVD- und Bluray-Player und Spielekonsole (für nicht ganz so anspruchsvolle Spiele) in einem. Der Verbrauch liegt bei durchschnittlich 25 Watt (beim Fernsehen).

So viel zur Situation. Alles funktioniert, warum also daran etwas ändern? Einerseits lässt sich der Verbrauch durch Zusammenfassen verringern: Auf Grund der aktuellen Konfiguration laufen z.B. HTPC und Server immer gleichzeitig. Das schraubt den Verbrauch zusammen auf etwa 43-45 Watt. Es liegt also nahe, den Server in den HTPC zu integrieren, was dessen Leistungsaufnahme im Schnitt um etwa 3-5 Watt erhöhen dürfte (drei zusätzliche 2,5-Zoll HDDs). Optimal wäre es, die Grafikkarte des PCs ebenfalls in den HTPC zu integrieren, so dass mit diesem auch anspruchsvolleres gespielt werden kann, dies aber auch parallel zum Fernsehen z.B. per Steam-Streaming über das Notebook laufen kann (das birgt aber so einige Probleme, dazu später mehr).

Ein ganz wichtiger Vorteil der Integration: Es müssen weniger Geräte gewartet werden. Statt Updates und Upgrades für vier Rechner, ist dies dann nur noch für drei bzw. zwei nötig. Es geht weniger Zeit dadurch verloren, dass mal wieder einer der Rechner streikt. Dafür sinkt allerdings die Ausfallsicherheit, aber damit kann ich leben.

Für die Abrüstung habe ich mir einen Drei-Phasen-Plan überlegt:

  1. Integration von Server und HTPC zum HTS (Home Theater Server)
  2. Notebook als Arbeitsplatz-Ersatz
  3. Potentiell den HTS zum HTGS machen (Home Theater Gaming Server)

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