Lego City Undercover…

…und was TT Fusion hätte besser machen können. Und nein, das hier soll kein Review werden (davon gibt es genug). Und es soll auch keine Aufzählung werden, was alles fehlt, damit es ein „echtes Lego GTA“ wäre. Nein, ich will vielmehr auf ein paar Dinge eingehen, die meiner Einschätzung nach einfach hätten eingebaut werden können, aber (relativ) große Auswirkungen gehabt hätten.

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Was in allen Reviews kritisiert wird, sind die relativ langen Ladezeiten. Eine halbe Minute und mehr sind da schon mal drin. Man gewöhnt sich daran, aber es ist nicht schön. Und während der langen Ladezeit dreht sich die ganze Zeit einfach nur eine Polizeimarke auf dem Bildschirm. Dabei hätte man die Ladezeit prima füllen können.

Das Spiel beinhaltet 290 freischaltbare Spielfiguren, von denen sich viele unterschiedlich bewegen und verschiedene Dinge machen, wenn der Spieler nichts macht (was ich weiter unten als Pausen-Einlage bezeichne). Zwei Beispiele: Der Zombie (ja, es gibt einen Lego-Zombie!) schlurft, wie es sich für einen Zombie gehört, wenn er läuft. Und der Vampir hat eine kleine Fledermaus dabei, die um ihn herumfliegt. Die Entwickler haben sich wirklich viel Mühe damit gegeben (und konnten dabei sicherlich auf Material aus den alten Lego-Spielen zurückgreifen).

Und genau damit hätte sich die Ladezeit prima überbrücken lassen: Statt der langweiligen Marke läuft einer der bereits freigespielten Charaktere auf der Stelle und macht seine Pausen-Einlagen. Wahrscheinlich hätte sich das recht einfach umsetzten lassen, mit dem Ergebnis, dass sich der ein oder andere sogar auf den Ladebildschirm gefreut hätte.

Keines der im Spiel enthaltenen Auto-/Bootsrennen ist wiederholbar, ebenso wenig die Parkoure. Die gefahrene/gelaufene Zeit speichern, das ganze wiederholbar machen und schon wäre der Spielspaß ggf. noch ein wenig länger. Die Bestzeiten könnten auf einer irgendwo in Lego City befindlichen Tafel (oder mehreren) angezeigt werden. Das ganze ließe sich sogar online erweitern, was aber mehr Aufwand bedeuten würde.

In der ganzen Stadt finden sich diverse Rampen/Sprungpunkte. Man kann drüber fahren und bekommt den Sprung in dann aus netter Kameraperspektive in Zeitlupe angezeigt. Mehr nicht. Rennspiel-Typisch hätte hier irgendwas eingebaut werden können, dass zumindest mitgezählt wird, wie viele dieser Rampen man schon entdeckt hat (und dann eben eine Figur mehr als Bonus, wenn man alle hat). Nehmen wir Burnout Paradise als Beispiel: Dort wird automatisch ein „Foto“ von jedem neu entdeckten und geschafften Sprung gemacht. Das hätte sich wahrscheinlich sehr einfach in Lego City umsetzen lassen, da das Spiel bereits über eine integrierte Foto-Funktion verfügt.

Drei einfache Ideen, mit denen das Spiel ohne großen Aufwand hätte verbessert/verlängert werden können. Weitere Ideen hätte ich noch jede menge, aber es ging mir eben um Dinge, die meiner Einschätzung nach auch hätten schnell und einfach implementiert werden können.

Wie auch immer, Lego City Undercover hat mir auch so sehr gut gefallen und ich hoffe auf weitere Teile des Spiels.

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